Darum geht es mir

Wir leben in einer Zeit der Veränderung und des Umbruchs. Und mehr denn je ist es wichtig, neue Lösungen zu finden für neue Probleme, und neue Ideen zu entwickeln für neue Situationen. Deshalb brauchen wir die Kreativen, die Querdenker, die Träumer, die Engagierten, die Menschen, die bereit sind, ihren Kopf zu benutzen und sich auf Neues einzulassen – die Menschen, die ein bisschen anders sind.

Aber alles Neue, Andere, Herausfordernde ist auch unbequem, und deshalb werden solche Menschen häufig belächelt, ignoriert oder angegriffen. Ich meine, dass wir uns das als Gesellschaft nicht mehr leisten können.

Gleichzeitig finde ich es aber auch als Mensch erschütternd, wir sehr die meisten von uns diese wichtigen Seiten ihrer Persönlichkeit unterdrücken. Wir bleiben auf unserem vorgezeichneten Weg (oder dem, was wir dafür halten). Wir wagen es nicht, etwas Neues anzufangen, aus Sorge um unsere finanzielle Sicherheit. Wir engagieren uns, aber selten mit ganzem Herzen und aller Kraft, weil im Alltagsstress dafür einfach die Energie nicht bleibt. Wir haben Ideen, aber zur Umsetzung fehlt uns die Zeit oder der Mut.

Und trotzdem liegt es an uns allen, das zu ändern. Ein Klima zu erzeugen, in dem Veränderungsbereitschaft und neue Ideen willkommen sind und keine Störung. Fehler als ganz normalen Teil des Prozesses willkommen zu heißen. Andere zu akzeptieren, gerade weil sie anders sind und anders denken. Die zu unterstützen, die sich engagieren und bemühen, auch wenn sie anecken.

Meine Vision

Ich wünsche mir eine Welt, in der nicht die abzählbare, berechenbare Leistung gewürdigt wird (denn die lässt sich über kurz oder lang auch von einer Maschine erbringen), sondern der Beitrag, den ein Mensch leistet

das Herzblut, das in einer gut und von Herzen gemachten Sache steckt. Ganz egal, ob das eine gründlich und aufmerksam gekehrte Straße ist oder der Durchbruch zu einer nobelpreiswürdigen Entdeckung.

die Liebe und das Mitgefühl, die ein Mensch in die Arbeit mit anderen Menschen investiert. Ganz egal, ob das ein extra Händedruck in einem Pflegeheim ist oder ein durchdachter Gesetzesentwurf, der die ganze Gesellschaft stärkt.

die Kreativität und Ideen, mit denen Menschen Lösungen für neue Probleme entwickeln. Ganz egal, ob das große neue Visionen und bahnbrechende technische Erfindungen sind oder eine kleine Veränderung im Familienalltag, mit der eine Mutter oder ein Vater ihren Kindern in einer schwierigen Phase helfen.

das Engagement, mit dem Menschen die Welt für alle besser machen. Ganz egal, ob das eine große Hilfsinitiative nach einer Naturkatastrophe ist oder der ältere Herr, der jeden Morgen auf dem Weg zum Bäcker den Müll entlang des Gehwegs einsammelt und entsorgt.

das Aus-der-Reihe-Tanzen, Querdenken, Anders Sein und Träumen, mit dem einzelne Menschen für uns alle die Welt verändern.

All diese Dinge sind unendlich viel mehr wert als der Fokus auf das Berechenbare, Abhakbare, Risikolose, Ewig-Gleiche, der im Moment noch in so vielen Bereichen vorherrscht.

Deshalb träume ich von einer Welt, in der diese Beiträge mehr gewürdigt werden als das Befolgen von Vorschriften, das Abarbeiten von Routinen und das Bewahren dessen, das „wir schon immer so gemacht haben“… von einer Welt, die sich auf die Menschen konzentriert und auf das Gute, das wir zusammen erreichen können, wenn wir uns nur trauen.

Träumst du mit mir?